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Die Thaikatze muß sich ihre Geschichten und Legenden mit ihrer "Schwester", der Siamkatze teilen. Es handelt sich um eine der wenigen natürlich entstandenen Rassen, die Ende des 18.Jahrhunderts den Weg aus Siam (jetzt Thailand) nach England und von dort nach ganz Europa fanden. Auch die allerersten Siam waren bereits eleganter als andere bekannte Katzenrassen. Sie zeichneten sich nicht nur durch die spezielle, auffallende Pointfärbung aus, sondern hatten bereits ein kurzes, anliegendes Fell und einen "Marderkopf". Natürlich war es damals ein fast unerschwingliches Unterfangen Siamkatzen (per Schiff!) nach Europa zu importieren. Deshalb wurden bereits damals "Outcrosses" mit anderen Rassen gemacht, um überhaupt eine Zuchtbasis zu erhalten. Daraus resultieren die unterschiedlichen Typen auf alten Fotos und so entstanden damals die bärchenhaften Siam.
Der originale Siamtyp ist also eine mittelschwere, elegante Katze mit einem keilförmigen Kopf, der keinen Stop, sondern nur eine sanfte Einbuchtung der Stirn-Nasenlinie zeigen darf. Diesen Typ zeigten die meisten Siamkatzen bis in die 60-70er Jahre. Dann gab es eine rasante Weiterentwicklung zu einer superschlanken Katze, der keilförmige Kopf ist sehr lang und die Ohren sind (für Laien riesig) groß und sehr weit an der Basis. Da dieser hochelegante "Windhundtyp" nicht den Geschmack aller Züchter und Liebhaber fand, gab es in den 70er Jahren eine Trennung. Der traditionelle Siamtyp bekam den Namen Thai und wurde von fast allen Vereinen als selbständige Rasse anerkannt. Eine echte Thai unterscheidet sich in Charakter und Temperament nicht von der Siamkatze. Eine lebhafte, sehr intelligent und gelehrige Katze. Sie sind sehr auf ihren Menschen bezogen - Einzelkatzen und ihre Besitzer sind stets zusammen anzutreffen. Auch in den Ahnen sollten bei einer echten Thaikatze nur Siam und Thaikatzen zu finden sein. Die Beliebtheit dieser neu benannten, alten Rasse ist groß und so ist es kein Wunder, daß einige Züchter nicht den langwierigen Weg der selektiven Zurückführung auf den runderen Typ gegangen sind, sondern die "Abkürzung " genommen haben, indem sie Britisch bzw. Europäisch Kurzhaarkatzen , Burma oder Thaikatzen aus Rußland und mit nicht nachvollziehbaren oder ohne Papiere eingekreuzt haben. Gerade Russland hat sich schnell auf den neuen Devisenmarkt eingestellt und produziert für leichtgläubige Käufer nun Thaikatzen im Überfluss - erstaunlicherweise entstanden aus den wenigen echten Siamkatzen, die es in Rußland gegeben hat. Natürlich handelt es sich auch bei den Hybrid-Thais z.T. um hübsche, liebe Katzen. Der Siamliebhaber wird jedoch immer das typisch "siamesische" Wesen vermissen, das diese tolle Rasse so sehr von allen anderen unterscheidet. |
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