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Perser
Die Perser gehören zu den ältesten Katzenrassen.
Sie haben sehr langes, weiches Fell, eine rundliche Erscheinung und inzwischen ein sehr flaches Gesicht. Die Perserkatzen des 19. Jahrhunderts hatten noch wesentlich mehr Nase und damit auch nicht die Probleme, die bei vielen heutigen Zuchtformen auftauchen. Allerdings muß man dabei auch erwähnen, das es inzwischen immer mehr verantwortungsvolle Züchter gibt, die den Persern wieder mehr Nase zugestehen. Perserkatzen sind entweder aus Katzen hervorgegangen, die aus dem hohen Norden in das damalige Persien (heute Iran) gebracht wurden oder sie haben sich in den kalten Bergregionen Persiens entwickelt. Bereits im 17. Jahrhundert kamen die ersten Perserkatzen nach Europa. Früher waren Sie dem Adel und den Reichen vorbehalten. Leider hat sich dieses Image bis heute gehalten, obwohl sie inzwischen in vielen "bürgerlichen" Wohnungen zu finden ist, wird sie von einigen Zeitgenossen nicht wie eine Katze (mit all ihren Bedürfnissen), sondern wie eine Prinzessinnen-Puppe behandelt. Sicher ist die Pflege der Perser aufwendiger, als die anderer Katzen, aber es ist nun mal ein Lebewesen und kein Ausstellungsstück. Zwei kleine Geschichten aus eigener Erfahrung: 1. Eine offensichtlich reiche Dame (?!?) kam mit ihrer Perserkatze zum Tierarzt, drückte sie der Tierarzthelferin in die Hand und sagte: "Bitte schläfern Sie die Katze ein, so haben wir uns das nicht vorgestellt, dieses Tier haart alles voll und kratzt an den Möbeln." Glücklicherweise nahm die Helferin das Tier an und sagte, daß es erledigt werde. Selbstverständlich wurde das Tier nicht eingeschläfert, sondern gut untergebracht. 2. Diese Geschichte soll zeigen, daß Perserkatzen keine so empfindlichen Mimöschen sind, für die sie oft gehalten werden. Mir ist eine Perserkatze bekannt, die, ob Sommer oder Winter, nur draußen lebt und schläft, obwohl sie jederzeit die Möglichkeit hat, in die Wohnung zu gelangen. Die Besitzerin hat versucht sie in der Wohnung zu halten, aber nachdem sie gemerkt hat, daß ihre Katze damit überhaupt nicht zufrieden ist, hat sie ihr zugestanden, dort zu leben, wo sie glücklich ist. Einmal im Jahr muß zwar eine Radikalkur mit dem Fell vorgenommen werden, aber die Katze ist kerngesund und glücklich. Aus der Perser sind weitere Rassen hervorgegangen: 1. Colourpoint-Perser: In ihr vereinigt sich die Körperform der Perser mit den Abzeichen der der Siamkatze. Auch ihre Stimmlautstärke liegt zwischen der einer Perserkatze und der einer Siamkatze. 2. Peke-face: Wohl die abartigste Perserzüchtung, die man restlos aussterben lassen sollte. Durch das extrem flache Gesicht (die Nase sitzt zwischen den Augen) haben die armen Tiere nur Probleme mit den Augen, dem Atmen und dem Fressen. 3. Exotisch Kurzhaar: Die ideale Katze für Leute, die die Wesensart und den Körperbau der Perser lieben, aber keine Lust auf die intensive Fellpflege haben, denn die Exotisch Kurzhaar hat ein kurzes, dichtes Fell und das Äußere der Perserkatze. |
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